tägliche Öffnungszeiten: Sommerzeit 9.00 Uhr – 18.00 Uhr | Winterzeit 10.00 Uhr – 16.00 Uhr I Klostercafé: 12 bis 16 Uhr (nur Sa/So)

Licht, 2011/2012, Susanne Geister

Samstag, 12. November 2016 - 11:00 Uhr bis Sonntag, 29. Januar 2017 - 16:00 Uhr

Die Ausstellung Spiegelungen von Susanne Geister zeigt Malerei aus der Reihe „Spiegelblicke-Annäherungen an Maria“ — Arbeiten vor dem Hintergrund christlicher Ikonographie. Wie Wegstationen beim Kreuzgang reflektieren die Bilder Wandlung vom Dunkel zum Licht.

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild. Jetzt erkenne ichs stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ (1. Kor. 13, 12)

Das „Velum“ – der Schleier steht schon im Alten Testament für das Verhüllen, Verbergen und das Öffnen. Während durch das schützende Tuch der Blick nicht hindurchdringen kann, wird er zurückgeworfen im Spiegel. Erkenntnis wie Eitelkeit, Wahrheit und Vergänglichkeit werden durch den Spiegel symbolisiert. Der Schleier als Attribut der Maria, die vieldeutige Spiegelsymbolik bilden die Grundlage der Bildreihe.
 
In der Verbindung von Schleier und Spiegel, Abdecken und Aufdecken, stellt Susanne Geister eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit Maria dar. Das Verhüllen, Verbergen, den Schleier zu lüften und zur Schau stellen gehört an den hohen Feiertagen in großen Kirchen zur Praxis der jährlich wiederkehrenden Liturgie – wie auch in dem ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin, dass im Mittelalter Maria geweiht war.
 
Susanne Geister, 1953 in Leipzig geboren, hat in Frankfurt am Main und Berlin Medizin und an der Hochschule der Künste Berlin bei Horst Hirsig Malerei studiert. Hier war sie Meisterschülerin bei Volker Stelzmann. Heute lebt und arbeitet Susanne Geister in Berlin.
 
Seit 2010 bietet das sogenannte Infirmarium, das ehemalige Klosterhospital, den Raum für die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst.