Im ehemaligen Zisterzienserkloster präsentieren wir seit 2010 zeitgenössische Kunst. Dabei dienen die historischen Räume des ehemaligen Infirmariums, des Kranken- und Gästehauses der Mönche, als Rahmen und geben den künstlerischen Arbeiten eine besondere Atmosphäre.

Bildende Künstlerinnen und Künstler interpretieren in wechselnden Sonderausstellungen die landschaftliche Umgebung, die Geschichte und den Charakter des Klosters. Neben Grafiken und Gemälden werden im tönernen Herbst vor allem keramische Plastiken gezeigt. Regelmäßig finden Künstlergespräche, Lesungen, Konzerte oder Workshops im Rahmen der Ausstellungen statt.

Die Vernissage zur Ausstellung findet jeweils am Eröffnungstag statt. Der Eintritt zu den Ausstellungseröffnungen im Kloster Chorin ist frei.

Aktuell:

3.10. – 27.02.2027
Retrospektive  Dörte Michaelis 
Das Jahr 2026 hält zwei Jubiläen für die Keramikerin Dörte Michaelis bereit: 50 Jahre Keramik und 40 Jahre Klinker. Sie hat 1976 gleich nach dem Abitur mit der Töpferlehre begonnen. Und 1986, vier Jahre nach ihrem Diplom an der Burg Giebichenstein, bekam sie ihren ersten Auftrag, den sie in Klinker ausführte: eine Wandgestaltung für das Wirtschaftsgebäude im Fährhafen Mukran auf Rügen. Darauf folgte ein keramisches Lebenswerk, das wir Ihnen in der Ausstellung: „Retrospektive Keramik“ Dörte Michaelis näher bringen möchten.

6.06. – 20.09.2026

„Im Wirbelschatten“ Werke von Bodo Rott 
In seinen aktuellen Arbeiten entfaltet Bodo Rott eine Malerei, die sich einfachen Zuordnungen entzieht. Unterschiedliche malerische Mittel werden miteinander verflochten, sodass sich die Bilder zu einer vielschichtigen Lesbarkeit hin öffnen – zwischen Ornament und Raumtiefe, Ordnung und Chaos.
Der Ausstellungstitel „Im Wirbelschatten“ – ein Begriff aus der Strömungslehre, der die turbulenten Nachwirkungen einer Bewegung bezeichnet- verweist auf einen Zustand in der Schwebe. Wie ein unsichtbares Gerüst durchzieht diese Idee die Arbeiten – als latente Ordnung, die zugleich Stabilität verspricht und sich im nächsten Moment wieder auflöst.
Rott setzt Transformation als malerischen Prozess eines fortwährenden „Verschreiben“ ins Bild. Für die Betrachtenden entsteht ein visuelles Pendeln zwischen Illusion und Auflösung
Notationen in Form von Skizzenbüchern, gespeicherten Eindrücken, visuellen Fragmenten kurz: Erinnerung ist die Grundlage dieser Werke – ein Zustand, in dem sich Wahrnehmung ständig neu formiert. Zugleich tritt eine historische Dimension hinzu. Bezüge zur Druckgrafik der Spätgotik werden sichtbar – nicht als Zitat, sondern als Resonanzraum. Besonders jene eigentümliche Fremdheit dieser Bildwelten, die zwischen Rationalität und Magie oszilliert, findet in Rotts Arbeiten eine zeitgenössische Entsprechung.
Ohne vorbereitende Kompositionsskizzen entstehen malerische Prozesse, die ein Wuchern zulassen – ein Ausgreifen der Form, das bereits im Entstehungsakt angelegt ist. Die Werke erscheinen lebendig, dynamisch, bisweilen ungebändigt.
So ist diese Malerei mehr als ein Spiel mit Irritation. Sie entwirft zugleich ein anderes Verständnis von Natur: nicht als geordnetes, kultiviertes Gegenüber, sondern als vitale, unkontrollierbare Kraft.
Diese Arbeiten laden dazu ein, Sehen als Bewegung zu erfahren – als ein ständiges Umschlagen zwischen Klarheit und Ambivalenz, zwischen Erkennen und Verlieren.

.


Vergangene Ausstellungen:

7.03. – 31.05.2026

MY PINK SPONGE: Werke von Muriel Tauber

Muriel Tauber ist Grafikerin und Malerin und verliebt in das Spiel von Wasser und Licht. Die Bilder der ausgestellten Serie speisen sich thematisch aus Erinnerung, Traum und Mythos und sinnlich vom Spachteln, Kratzen und dem Aufschichten feiner Transparenzen. Eine der grossflächigen Bildphantasien widmet sich der Architektur des Klosters.


4.10.2025 – 22.02.2026
ACOUSTIC VIEW: Werke von Aino Nebel und Tomasz Niedziółka

Tomasz Niedziółka ist keramischer Bildhauer. Sein Schaffen umfasst abstraktkonstruktivistische Skulpturen, Gefäßkeramik und analoge Fotografie. Aino Nebel kreiert intuitive und verspielt-fragile Objekte aus Porzellan sowie Arbeiten auf Papier. Die raumumspannende Installation im Infirmarium des Klosters Chorin folgt den Begriffen der Musik: Klang, Komposition und Kontrapunkt, Schwingungen und Resonanzen.


5.04.2025 – 7.09.2025: „SCHÖNE BÜCHER IM Kloster Chorin“ und 3. BRANDENBURGISCHE BUCHKUNSTAUSSTELLUNG


28.09.2024 – 17.03.2025 ROMANTISCHES CHORIN: Reiseskizzen und Gemälde des 19. Jahrhunderts


10.12.2023 – 12.05.2024 – MAX TAUT IN CHORIN: Der Architekt der Moderne in seinem Refugium

08.06. – 21.09.2024 – SCHIMMER: 7 Künstlerinnen auf der Suche nach dem Verborgenen


30.09.2023 –  22.01.2024 – ÜBER LEBEN: Gudrun Sailer, Plastik und Malerei


03.06. – 04.09.2023 – STILLE ÜBEREINKUNFT: Liane Hoßfeld, Malerei


26.11.2022 – 22.05.2023 – KLÖSTER, KIRCHEN UND VEDUTEN: Die Grafiksammlung Nisch


18.06. – 21.11.2022 – 750 JAHRE SEHNSUCHTSORT KLOSTER CHORIN

Die Jubiläumsausstellung 750 Jahre Sehnsuchtsort Kloster Chorin zeigte Fotografien aus den vergangenen 150 Jahren


2.04. – 7.06.2022 – DIE GROSSE MUSIK DER KÖRPER: Zoppe Voskuhl, Malerei


02. Oktober – 31. Oktober 2021 – HIMMELSSTAUB UND ENGELSZUNGEN: Cornelia Gutsche und Manfred Fuchs, Malerei, Grafik


07. August – 27. September 2021 – LANDLAUFIG: Conrad Panzner, Malerei, Grafik


22. Mai – 26. Juli 2021 – LANDMARKS/BRANDENBURGER LANDSCHAFTEN: Manfred Pietsch, Malerei


27. März – 17. Mai 2021 – Himmelsstaub – Bilder & Arbeiten auf Papier – Manfred Fuchs

Gut zu wissen

Der Zugang zum Infirmarium erfolgt über den Haupteingang des Klosters Chorin. Der Besuch der Ausstellung ist in den Eintrittsgebühren zum Kloster enthalten.

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.